Zigeunerkarten
Zigeunerkarten sind Wahrsagekarten und bestehen aus 36 Blatt. Der Ursprung der Zigeunerkarten liegt ganz im Gegensatz zu den Tarotkarten erst im 19. Jahrhundert. Der Name der Zigeunerkarten rührt daher, dass Zigeuner den Ruf haben, gute Wahrsager und Hellseher zu sein. Teilweise wurden diese Karten auch als Lenormandkarten bezeichnet, was allerdings mit dem Original nicht viel zu hat.
Die Zigeunerkarten haben eine verwechselbare Ähnlichkeit mit den Kipperkarten, weshalb sie fäschlicherweise auch manchmal so betitelt werden. Sie ähneln sich in Bildern, Namen und Bedeutung. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Decks der Zigeunerkarten keine Nummern tragen.
Heute weiß man, dass die Zigeunerkarten bei der Zukunftsprognose sehr beliebt sind. Allerdings gibt es leider sehr wenig Fachliteratur über Zigeunerkarten, da das Wissen über die Zigeunerkarten zum heutigen Zeitpunkt noch sehr gering ist.
Auf den Zigeunerkarten findet man die Botschaft, dass sie ihren Ursprung in der österreichischen und ungarischen Monarchie haben. Zielgruppe war wohl die kaiserliche und königliche Gesellschaft, also die Bürgerlichen. Mehr Damen als Herren haben sich seither wohl für die Zigeunerkarten begeistern können. Dies entspricht einem heutigen Klischée: Die Zigeunerkarten bedienen sich nämlich größtenteil der Gefühlswelt. Die meisten Karten analysieren Herzangelegenheiten, Kummer, Schmerz, Sehnsucht, Probleme in der Familie. Viele Frauen haben zur damaligen Zeit in den Zigeunerkarten einen guten Freund, oder eine gute Freundin gesehen,jemand, der sie versteht und für sie da ist - ein Phänomen, mit dem die Zigeunerkarten auch die Frau von heute zu begeistern wissen.


