Meine liebsten Tarotkarten: #1 Die Liebenden
Mein Weg zum Tarot
Schon in meiner Kindheit merkte ich deutlich, dass ich “irgendwie anders” war. Ich konnte zum Beispiel manchmal die Gedanken von Menschen, die ich nie zuvor gesehen hatte, in Bruchteilen von Sekunden wahr nehmen. Ich dachte natürlich, dass jeder Mensch über diese besondere Feinfühligkeit verfügt, konnte aber anhand der ungläubigen Blicke meiner Mitmenschen, denen ich meine Erkenntnisse mitteilte, feststellen, dass dem wohl nicht so war. Das meine ich mit “irgendwie anders”.
Später dann kam ich durch eine Freundin meiner Mutter zum ersten Mal mit Tarotkarten in Verbindung. Ich mag vielleicht zehn Jahre gewesen sein, als ich meine Mutter und ihre Freundin antraf, während sie verschiedene Karten vor sich ausgebreitet hatten, die mich sofort magisch anzogen. Sofort faszinierten mich die farbigen Darstellungen auf den Tarotkarten so sehr, dass ich mich wie in einen Bann gezogen fühlte. Tarotkarten, so erklärte mir die Bekannte, seien eine fantastische Möglichkeit, um in den direkten Kontakt mit der Seele zu kommen. Durch das Kartenlegen verbinde sich die äußere sichtbare Welt mit unserem Inneren. Fasziniert mischte ich sofort selbt das Kartenspiel und zog mit der linken Hand, was eine große Rolle spielt, da dies die Hand der Intuition ist, eine Karte aus dem Kartendeck der Tarotkarten heraus.
Sprachlos und verblüfft hielt ich die Karte ‘Die Liebenden’ in der Hand. Wahrscheinlich durch dieses Ereignis, aber auch, da ich diese Karte von der Optik her, wundervoll finde, ist die Karte ‘Die Liebenden‘ seither meine Lieblingskarte unter den Tarotkarten. Wie schon der Name sagt, geht es um die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Aspekten von Mann und Frau. Obwohl oder gerade weil beide Geschlechter dermaßen andersartig sind, ziehen sie sich so sehr an. Letztlich soll diese Karte symbolisieren, dass das Verlangen nach etwas derartig Gegensätzlichem damit zusammenhängt, dass sich alle Menschen nach dem “anderen”, dem ihm fehlenden Anteil sehnen. So läßt sich das Mysterium Liebe auch nur schwer in Worten ausdrücken, sondern muss erlebt, gefühlt und im wahrsten Sinne des Wortes geschmeckt werden.
Das Merkwürdige und Erstaunliche für mich, als ich damals mit zehn Jahren zum ersten Mal mit dieser Karte in Berührung kam, war, dass einige Tage zuvor ein neuer Mitschüler in meine Klasse gekommen war: Jakob, 11 Jahre und in meinen Augen der Inbegriff eines tollen Jungen. Durch dieses einschneidende Erlebnis bin ich bis heute beim Legen von Tarotkarten geblieben und sie überzeugen mich täglich aufs Neue.
Kategorie: Allgemein, Liebe, Tarot
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